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www.RIF-eV.de | Sozio-technische Fähigkeitsbewertung | 06.12.2019

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Sozio-technische Fähigkeitsbewertung

Nach der Auswahl der potenziellen Lösungsvariante erfolgte eine detaillierte Ausarbeitung in Form von Workshops unter Einbezug der Systementwickler und insbesondere der eigenen IT-Abteilung sowie involvierter Mitarbeiter aus verschiedenen weiteren Unternehmensbereichen. Weiterhin wurde die sozio-technische Fähigkeitsbewertung (siehe Abbildung 33) durchgeführt, um systematisch Unterschiede zwischen Ist- und Soll-Zustand im Stillage-Bereich aufdecken und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Abbildung 33 Sozio-technische Fähigkeitsbewertung bei MSP

Die generelle Aufgeschlossenheit der Belegschaft gegenüber dem Neuen zeigte sich auch in den diversen Meetings, Workshops und Brainstormings. Bei diesen Regelterminen wurde nicht nur die Geschäftsleitung oder die Führungskräfte einbezogen, sondern auch die Bereichsmitarbeiter. In proaktiven Gesprächen wurde diskutiert, Ideen eingebracht und Meinungen geäußert. Die engagierte Teilnahme der Werker vor Ort bestätigt die Akzeptanz des Projektes. Nicht zuletzt, da glaubhaft vermittelt werden konnte, dass die Einführung von CPPS-Lösungen nicht zum Verlust des Arbeitsplatzes, sondern zu einer Erleichterung ihrer Arbeit führt.

Speziell im logistischen Dienstleistungssektor, der aufgrund von hohem Wettbewerbsdruck niedrige Preise fordert, was wiederum Einfluss auf die Lohnpolitik hat, zeigt es sich immer wieder, dass Alter, Sprache und Ausbildungstand der Mitarbeiter besondere Anforderungen an jegliche Art von Change Management stellen. Aus dieser Erfahrung heraus müssen die Front-End-Lösungen hauptsächlich zwei Kriterien erfüllen: Simplizität und Visualisierung.

Des Weiteren muss genau eruiert werden, welche Voraussetzungen die CPPS-Lösungen an das Back-End stellen. Das SAP-System als übergeordnetes Warenwirtschaftssystem ist vom Kunden vorgegeben und kann nicht beeinflusst werden. Schnittstellen für nötige Programmierungen mit dem firmeneigenen Produktionssystem z. B. zum Einsatz von Smart Devices sind zwar (in begrenztem) Umfang vorhanden; diese sind jedoch oft restriktiv. So musste die Idee einer RFID-Steuerung vorerst verworfen werden, da der Kunde eine WLAN-Lösung aufgrund von Sicherheitsbedenken ablehnt. Dieses unflexible System wird hierbei als Hauptproblem angesehen und erfordert einen erheblichen Aufwand an IT-Leistungen.

 

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