www.RIF-eV.de
www.RIF-eV.de | Modul 3 | 29.09.2020

Modul 3: Befähigung und Umsetzung

Folgendes ist zur Befähigung und Umsetzung zu beachten:

 

Erläuterung zu Modul 3

Die Einführung eines CPPS stellt für nicht F&E-intensive KMU eine bedeutende betriebliche Veränderung dar. Um Hemmnisse der Einführung abzubauen (vgl. Kapitel 3.1 - Modul 0) sowie Ideen der Belegschaft zielgerichtet einzubinden, ist die Umsetzung der digitalen Transformation nicht nur im Rahmen technischer Dimensionen zu betrachten. Dementsprechend sollen, vor der Erarbeitung eines Projektplans für die Einführung eines CPPS, allgemeine Charakteristika der Befähigung diskutiert werden. Diese setzen sich insbesondere aus den Bereichen Mitarbeitereinbindung, Kompetenzentwicklung sowie Verstetigung/Nachhaltigkeit zusammen (Lauer 2014; Stolzenberg und Heberle 2013; Frey et al. 2008). Um einerseits eine hohe Akzeptanz der Belegschaft für die damit einhergehenden Änderungen und andererseits eine reibungslose technische Umstellung zu gewährleisten, sind relevante Akteure rechtzeitig in den Transformationsprozess einzubeziehen. Wichtige Akteure bei der Einführung einer CPPS im Produktionsbereich sind bspw.:

Geschäftsführung:
Die Geschäftsführung trifft nicht nur die Entscheidung zur Einführung einer CPPS, sondern ist auch maßgeblich dafür verantwortlich, den damit einhergehenden Veränderungsprozess im Unternehmen voranzutreiben, die Belegschaft über Veränderungen zu informieren und Akzeptanzbarrieren zu überwinden.

Projektleiter:
Der Projektleiter koordiniert Phasen und Akteure eines Umsetzungsprojektes. Teilweise wird die Rolle in KMU von der Geschäftsführung eingenommen, teilweise von shopfloornahen Führungskräften.

IT-Abteilung:
Die IT-Abteilung verwaltet bestehende und zukünftige IT-Architekturen und Systemlandschaften und sollte somit frühzeitig einbezogen werden.

Personalabteilung:
Die Personalabteilung ist insbesondere von Relevanz, wenn es um den zielgerichteten Mitarbeitereinsatz sowie Kompetenzentwicklung geht, auch sie sollte frühzeitig in Veränderungsprozesse einbezogen werden.

Führungskräfte in produktionsnahen Bereichen:
Shopfloornahe Führungskräfte fungieren als Bindeglied zwischen Produktion und Geschäftsführung und haben somit sowohl strategische als auch operative Ziele im Fokus. Der Erfolg einer CPPS-Einführung hängt maßgeblich von ihnen ab.

Produktionsmitarbeiter:
Mitarbeiter in der Produktion haben einerseits das tiefste Prozessverständnis und sind andererseits bei der Einführung von CPPS am direktesten mit neuen technischen Systemen konfrontiert.

Externe Partner:
Externe Partner wie Lieferanten oder Universitäten sind einzubinden, sofern erforderliche Kompetenzen und Qualifikationen die vorhandenen übersteigen.

Weiter zu Mitarbeitereinbindung

Oder Zurück zu Abschätzung Aufwand/Nutzen