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www.RIF-eV.de | Nutzen für Unternehmen | 06.12.2019

Nutzen für Unternehmen

Orientierung an Best-Practices

Als Best Practices werden die umgesetzten Demonstratoren der Anwenderunternehmen sowie die Ergebnisse der Systementwickler verstanden. Um die technologische und anwendungsseitige Vielfalt der Industrie 4.0 zu adressieren, wurden vier unterschiedliche Anwendungsszenarien definiert. Im Folgenden werden die Anwendungsszenarien kurz beschrieben, detaillierte Informationen sind in Kapitel 4 - Use-Cases zu finden.

  • Smart Logistics durch Staplerleit- und Werkerassistenzsystem:
    Beim Logistikdienstleister MSP wird die Erfassung von Echtzeitdaten und die Unterstützung der Mitarbeiter forciert. Ziel ist die Logistikoptimierung entlang der Supply Chain durch eine hohe Transparenz bei gleichzeitig hoher Produktivität.
  • Smart Logistics durch fahrerlose Transportsysteme (FTS):
    Beim Sitzmöbelhersteller TOPSTAR werden autonome Transportsysteme implementiert, die mit dem Menschen interagieren können. Ziel ist es, die ergonomische Belastung bei Einfachtätigkeiten bei gleichzeitig hoher Produktivität und Flexibilität des Mitarbeitereinsatzes zu reduzieren.
  • Big Data Analytics in der Auftragsabwicklung:
    Beim Elektronikfertiger intrObest werden Web/ Data Mining Modelle zur Optimierung der Auftragsabwicklung eingeführt. Ziel ist es, u.a. die Materialbeschaffung zu vereinfachen und Auftragsschwankungen prognostizieren zu können
  • Smart Components and Devices zur Prozessabsicherung und -optimierung:
    Beim Fernglashersteller Steiner-Optik werden Anlagen um smarte Komponenten erweitert, die u .a. Informationen zur Prozessabsicherung und der Unterstützung von Mitarbeitern in Form von Montageanleitungen führen. Ziel ist es, die Produktivität und Produktqualität innerhalb der Montage zu erhöhen.

Verwendung der Gestaltungs- und Einführungssystematik

Aus den Erfahrungen der Umsetzung der Anwendungsfälle sowie ergänzender Recherchen wird eine Systematik zur zielgerichteten Gestaltung- und Einführung von Industrie 4.0-Lösungen erarbeitet. Die Systematik wird in vier Teile gegliedert.

  • Unternehmenstypologie:
    Beschreibung von vier Unternehmenstypen und Zuordnung von jeweiligen Hemmnisse und Erfolgsfaktoren, um Unternehmen zu sensibilisieren und zu unterstützen.
  • Auswahlhilfe für Industrie 4.0-Lösungen:
    Nutzung der Online-Auswahlhilfe zur Identifikation geeigneter Industrie 4.0-Lösungen basierend auf Unternehmenszielen.
  • Sozio-technische Fähigkeitsbewertung:
    Detaillierte Bewertung einer ausgewählten Industrie 4.0-Lösung im Sinne des sozio-technischen Systems unter Berücksichtigung der drei Aspekte Mensch-Technik-Organisation.
  • Befähigung:
    Leitfaden zur Einbindung relevanter Unternehmensbereiche und einer Richtlinie für die Einführung einer konzipierten Industrie 4.0-Lösung. Best Practices beschrieben in Form einer Broschüre.

Für wen sind die STEPS-Ergebnisse geeignet?

Maßgabe des Projekt war es, nicht F&E-intensive Unternehmen, die klassischerweise KMU-ähnliche Strukturen aufweisen, zu unterstützen. Daher wurden die besonderen, spezifischen Eigenschaften dieser Unternehmensklasse besonders berücksichtigt. Zu den Charakteristika zählen bspw. begrenzte Kapazitäten, technologische Investitionsmöglichkeiten und Kompetenzen zur Gestaltung ihres Produktionssystems. Somit wurden relativ hohe Erwartungen an die zu erarbeitende Systematik gestellt. Dementsprechend sind die Ergebnisse auch für größere Unternehmen nutzbar. Bspw. die Sozio-technische Fähigkeitsbewertung wurde im Rahmen eines Transferprojekts mit der IG Metall zum Kompass Digitalisierung weiterentwickelt und mit Unternehmen beliebiger Unternehmensgröße validiert.

 

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