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www.RIF-eV.de | Zielsetzung und Vorgehen | 13.12.2018

Zielsetzung und Vorgehen

Das Verbundprojekt STEPS hat in diesem Kontext das übergreifende Ziel, ein spezifisches CPPS-Lösungsmuster für nicht F&E-intensive KMU zu entwickeln sowie die für die Einführung und Umsetzung notwendigen Strategien für ein beschäftigtenorientiertes, wirtschaftliches Produktionssystem zu entwickeln.

Dazu ist die Erarbeitung einer sozio-technischen Gestaltungs- und Einführungssystematik für CPPS erforderlich, die auf die besonderen Anforderungen nicht F&E-intensiver Unternehmen abzielt. Die Gestaltungs- und Einführungssystematik soll den KMU geeignete CPPS-Lösungen aufzeigen, die zur Erreichung der operativen Ziele unter Berücksichtigung der Anforderungen und Fähigkeiten sozio-technischer Systeme implementiert werden können. Geeignete organisatorische Strukturen können eine dauerhafte Prozessorganisations- und Technologieadaptionsfähigkeit der Betriebe fördern und zu einer Produktivitätssteigerung sowie zu einer Verkürzung der Reaktionszeit auf variierende Kundenanforderungen führen. Die dabei auftretenden technischen, arbeitsorganisatorischen und personellen Herausforderungen und ihre Interdependenzen werden mithilfe der systemischen Vorgehensweise frühzeitig aufgegriffen. Mit diesem Konzept wird vermieden, dass allein nach der Funktionsweise einzelner Mensch-Technik-Organisation-Komponenten (M-T-O) gefragt wird. Vielmehr werden die Wechselwirkungen und die Kombination der drei Elemente fokussiert.

Parallel zur Entwicklung der Gestaltungs- und Einführungssystematik wird die exemplarische Weiterentwicklung der sozio-technischen Produktionssysteme der Anwendungspartner mittels CPPS-Lösungen vorangetrieben. Dazu werden in Feldexperimenten Teams aus einem Anwendungspartner und Entwicklungspartnern mit entsprechender Expertise parallel zur Entwicklung der Gesamtsystematik konkrete CPPS-Lösungen für die Erreichung spezifizierter operativer Ziele entwickelt und anschließend als Demonstratoren bei den Anwendungspartnern umgesetzt. Dabei wird die zu entwickelnde Gesamtsystematik validiert und durch die erzielten Erfahrungen angereichert. Mit der Expertise im Konsortium können bedarfsorientierte Lösungen in Form von Demonstratoren in den zentralen Handlungsfeldern der Industrie 4.0-Initiative Big Data, Smart Components und Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) im Sinne einer individuellen und flexiblen Artteilung zwischen Mensch und Roboter entwickelt und umgesetzt werden.

Vorgehen zur Entwicklung der Gestaltungs- und Einführungssystematik für CPPS-Lösungen

Das Verbundprojekt ist auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegt. Zunächst wird der Stand der Technik und Wissenschaft aufbereitet. Dazu werden CPPS-Lösungen katalogisiert sowie die Auswirkungen auf operative Kennzahlen und Unternehmensziele untersucht und basierend darauf eine KMU-orientierte Auswahlhilfe für CPPS-Lösungen entwickelt. Daraufhin werden Erfolgsfaktoren und Hemmnisse bei der CPPS-Implementierung auf Basis der Einführungsvoraussetzungen seitens KMU analysiert und in eine Taxonomie gemäß des MTO-Ansatzes überführt. Auf diesen Vorarbeiten basierend wird eine Gestaltungs- und Einführungssystematik für CPPS-Lösungen entwickelt. Parallel dazu erfolgt die Umsetzung von Demonstratoren in den vier Anwendungsszenarien bei den Anwendungspartnern mit Unterstützung durch die Systementwickler. Dabei werden die gewonnenen Erfahrungen gezielt in die Weiterentwicklung der Gesamtsystematik einfließen. Zudem erfolgt neben einer projektbegleitenden Validierung der Gesamtsystematik sowie der Demonstratoren hinsichtlich der Eignung für die aufwandsarme Adaption für andere Unternehmen ein projektbegleitender Ergebnistransfer.